Mittwoch, 8. März 2017

Es gehört da gar nicht hin.

Nichts ist normal.
Das und dies gehört da nicht hin.
Da ist was falsch.
Und eigentlich, ist das auch gar nicht schlimm.
Wie ein Apfel mit braunen Stellen.
Gar nicht gefährlich, aber trotzdem will ihn niemand essen.
Eine unglückliche Entwicklung.
Irgendwie manipuliert.
Irgendwie nicht schädlich.
Aber meinen Kopf macht das fertig.
Von außen sieht alles normal aus.
Doch dann schaust du schon einmal genauer hin und erkennst die Fehler.
Dann leuchtest du mich durch und weißt da ist einiges drin.
Das gehört da eigentlich nicht hin.
Aber trotzdem unternimmt niemand was dagegen.
Die können doch nicht einfach so sagen, dass wäre nicht so schlimm.
Natürlich ist es das,
Denn es gehört da gar nicht hin.
Und wäre ich normal, dann wäre es da sicherlich nicht drin.

So wie es ist, kann ich es nicht akzeptieren.
Und da es sowieso immer mehr wird, kann ich doch eigentlich nur verlieren.
In meinem Körper wachsen lauter Kleinigkeiten.
Nicht der Rede wert.
Das ist ja nicht so schlimm.
Aber so langsam wird es komisch, weil irgendwie immer mehr dazukommt.
Immer mehr Kleinigkeiten, die ja eigentlich gar nicht so schlimm sind.
Doch ich werde immer unnormaler.
Von Mal zu Mal muss ich mit einer normalen Sache mehr zurecht kommen, die da ja eigentlich gar nicht hingehört.
Und irgendwann, da wächst mir das über den Kopf
Und dann werdet ihr vielleicht merken,
Die Kleinigkeiten waren doch irgendwie zu schlimm.
Denn sie gehörten da nicht hin.

Mit Fehlern wird man abgestempelt,
Das ist nun Mal so.
Du wirst aussortiert wie eine Traube mit Kern.
Einfach ausgeschlossen, als wärst du nur Schrott.
Ich muss mich schämen, weil ja nur mein Kopf kaputt ist und nicht der Rest.
Medikamente können nicht helfen und damit stoßen sie mich weg.
Ich bin nicht normal.
Aber das ist ja gar nicht schlimm.
Das solche Menschen Hilfe am dringendsten brauchen, kommt euch gar nicht in den Sinn.
Menschen, denen die letzte Stufen zugeschrieben wird, wird erst gar nicht mehr geholfen.
Ist doch eh zu spät.
Und auf unsere reine Welt?
Da gehören sie gar nicht hin.
Aber ist ja nicht so schlimm.

Die eine und die andere.

Die eine und die andere.
Sie können nicht mit und sie können nicht ohne einander.
Die eine kann nicht leben, während die andere überlebt.
Sie hemmen sich gegenseitig,
Nehmen sich noch den Wind aus den Segeln.
Sind so unterschiedlich und doch sind sie beinah eins.
Die eine, so schwach, die andere, so stark.
Die eine würde gerne sein, wie die andere ist und die andere hasst, was die eine ist.
Beide kämpfen, um ein und das selbe Ziel.
Sie wollen zu einem verschmelzen.
Während die eine zerbricht, sticht die andere immer wieder zu.
Sie kennt jeden wunden Punkt, denn sie hat jede Schwachstellen erschaffen.
Niemand kennt die eine besser als die andere.
Mit der Methode ihre wundesten Punkte so zu bearbeiten, dass sie unverwundbar wird.
Stärke, dass ist ihr gemeinsames Ziel.
Kontrolle ist der Schlüssel.
Die eine versteht davon nicht viel.
Stolpert als Marionette ihrer Selbst, Mal hier Mal da so durch die Welt.
Die andere hat sie Fäden in der Hand,
Lenkt sie ständig mit Absicht vor die Wand.
Die eine wird das schon bereuen.
Die andere wird sich drüber freuen.
Sie spielt ihr Spielchen Mal laut Mal leise.
Doch wenn sie gewinnt dann mit Getöse.

Ein wildes Tier.

Ich mach das nicht mehr mit.
Von niemandem mehr, lass ich mir die Kontrolle nehmen.
Weil ich einst darunter litt
Du kannst mir alles, aber nicht meine Kontrolle stehlen.
Ich hatte mich kurz gefragt, warum das alles bei mir so schnell geht
Das ich so schnell an Menschen hänge und mich so schnell fixiere.
Doch klar, wenn jemand auf das Mädchen mit dem kaputten Herzchen steht,
Dann nutz ich die Chance, wer weiß wann ich die nächste bekomme.
Du hast mir schöne Augen gemacht und es ist wirklich etwas daran.
Du machst es mir nicht einfach und erweckst die Kämpferin in mir
Du zieht mich in deinen Bann.
Und ich piersche dir hinterher, wie ein wildes Tier.
Doch auch das mutigste Tier hat Angst davor, gebändigt zu werden.
Versuchst du es zu zähmen, dann nimmt es reißaus.
Du kennst das nicht, hattest nur mit Kätzchen zutun.
Die schnurrend um deine Beine tänzeln, wenn du nach innen rufst.
Und bei mir versuchst du dich so durch zu beißen,
Weil du gemerkt hast, wer ich bin.
Du denkst, du könntest irgendetwas reißen.
Du vergisst, ich bin die Herrscherin.
Trotz allem bin ich noch immer der Meinung, eine Frau behandelt man gut
Und nur weil sie dir Konta gibt, kriegt trotzdem niemand die Erlaubnis, etwas zutun, was ihr weh tut.

Und jetzt Grade hatte ich gehofft, du wachst nicht auf.
Meine beste Freundin glaubt, du seist ein Ungeheuer.
Aber meine Anziehung zu dir, lässt alle Zweifel raus.
Ich will deine Nähe spüren und sei sie noch so teuer.
Ich hoffe, du beweist ihr gleich, dass du mich gut behandelt kannst,
Denn ich zweifele zwar, aber eigentlich steht meine Entscheidung schon fest
Du hast das heiße Blech entzündet, auf dem ein Teil von mir nun tanzt.
Aber sie hat scharfe Augen und wenn sie dich gleich kennenlernst, fällst du durch den Test.

Deine Scheiße, meine Scheiße, hab ich gedacht.

Da haben wir den Salat.
Ich hab es doch geahnt.
Ehrlichkeit ist zum Scheitern verdammt .
Das bringt mich fast um den Verstand.
Doch trotzdem werde ich mich von der Masse abheben.
Das Lügen die Welt regieren, will ich mir nicht mehr geben.
Und ehrlich, wie ich von nun an bin, scheiß ich auf die Folgen.
Auch wenn die Türen jetzt vor mir verschlossen bleiben.
Meine sind offen, auch wenn darunter vielleicht andere Leiden.
Es ist schon witzig, denn ich hab es ja geahnt.
Wenn ich ehrlich bin und alles preisgebe, werde ich bestraft.
Ich wollte nur, dass du weißt, dass ich deine Schmerz mitfühle.
Er geht nicht an mir vorbei.
Deine Scheiße, ist meine Scheiße.
So ist das in einer Freundschaft, vermutete ich leise.
Doch wenn der Preis für meine ehrlichen Worte ist, dass du jetzt nicht mehr mit mir sprichst, dann hatte ich wohl unrecht.
Ich hoffe sogar, dass du auch mit mir fühlst.
Ganz normal, hab ich gedacht.
Was mich verletzt, verletzt auch dich, hab ich gedacht.
Dadurch, dass du fühlst, was ich fühle, macht uns das wie zu einem, hab ich gedacht.
Der eine, der nicht direkt betroffen ist, behält den Verstand, er hat die Fakten vor Augen und genau bedacht.
Er weiß, was richtig ist, er fühlt es doch auch.

Gewinner oder Verlierer?

Kampfansage
1 zu 0 für mich.
Doch das ist nicht vertretbar für dich.
Ich hab meine Maske auf und ich sag dir was ich denke.
Ich bin wie ich bin, auch wenn ich damit alles in die falsche Bahn lenke.
Vom ersten Moment an haben wir um die Macht gespielt.
Niemand wird nun mehr aufgeben und riskieren, dass er verliert.
Wir sind uns sehr ähnlich, frei heraus und um keine Antwort verlegen.
Doch so funktioniert, dass nicht, denn du bist der Mann und ich müsste mich dir hingeben.
Aber ich lass das nicht zu.
Ich lass mich nicht klein reden, ich gib keine Ruhe.
So jemanden, wie mich hast du sicher nie kennengelernt, richtig?
Ein Mädchen tanzt dir nach der Nase und das ist dir wichtig.
Nichts desto trotz macht mich das für dich interessant.
Vielleicht als Experiment, aber das ist dir eigentlich zu riskant.
Ich merke dir an, ich wäre zu schwierig.
Doch ich mache dich an und du bist gierig.
Der Kampf fährt bald zu Hochtouren auf
Und wer hier die Punkte macht, hab ich selbst noch nicht ganz raus.
Vielleicht wird es immer unentschieden stehen.
Doch ein Kampf endet erst dann, wenn wir einen Gewinner sehen.
Doch worum kämpfen wir hier eigentlich?
Ist der Gewinner, der, der aufgibt oder der, der zu sticht?
Wäre der, der den Kampf beendet, nun Gewinner oder Verlierer?

Vom Sichern und Gesichert werden.

Es tut so weh, zu sagen, sie kann es nicht mehr ertragen.
Wie die Schatten, vor denen sie sich so fürchtet,
Wie das Rascheln im Busch,
Die schlimmen Bilder und die Hilflosigkeit in der Dunkelheit,
Verfolgen sie die unausgesprochenden Worte.
Den Balast loszuwerden und aus dem Loch zu klettern, dass fällt ihr schwer und schwerer.
In der einen Sekunde quillt etwas auf, es will raus.
Sie schluckt es runter, denn seine Macht zwingt sie in die Knie.
Und in der nächsten Sekunde, zieht es sich zurück in seine Höhle.
Der Moment ist verpasst.
Nun selten sind Momente, in denen sie es schafft.
Die Worte sprudeln nur so aus ihr aus.
Zum schlucken ist keine Zeit mehr.
Der Balast hat sie längst überrannt.
Denn sie ist nicht allein und sie wird gesichert.
Sie klettert den Anhang hinauf, nur ein Kleines Stück.
In der Hoffnung, die Felsbrocken werden den Sichernden nicht erschüttern.
Natürlich ist der Abhang steil und gefährlich.
Niemand sollte glauben, er wäre leicht zu beherrschen.
Sie wäre viel lieber die Sichernde.
Doch sie ist schlichtweg weg zu schwach.
Sie sollten den Felsbrocken ausweichen
Doch sie schlagen sie schachmatt.
Die Angst davor, jemand könnte fallen, macht sie platt.
Also sichert sie, viel zu instabil.
Sie ist doch so labil.
Aber lieber gibt sie ihren Rest der Kräfte und bleibt so stehen,
Als die Sicherung zu beenden und einfach zu gehen.

Diagnose: Borderline

"Ich schaff das schon allein. Ich bin ein großes Mädchen", schrieb ich, während mir die längst überfälligen Tränen die Wange runter rannten.
In solchen Momenten wäre ich lieber nicht allein.
Ich möchte jemanden, der meine Tränen trocknet und mich beruhigt.
Eine warme Hand auf dem Rücken und alles wäre gut.
Doch ich weiß auch genau, ich lasse niemanden rein.
Ich mache die Tür nicht auf und ich schließe den Mund.
Mich aufzusuchen, dafür gebe ich keinen Grund.
Wieso das so ist und was wirklich überwiegt, ist eine gute Frage.
Ich habe keine Idee.
Ich denke, ich ziehe mich zurück, weil das bei mir nunmal so ist.
Ich will dann gar nichts hören und auch gar nichts und niemanden sehen.
So sagen ist die Symptome.
Und ich scheine mich mehr und mehr darin wieder zu finden.
Ich steigere mich immer weiter hinein.
Diagnose: Borderline.