Mittwoch, 8. März 2017

Vom Sichern und Gesichert werden.

Es tut so weh, zu sagen, sie kann es nicht mehr ertragen.
Wie die Schatten, vor denen sie sich so fürchtet,
Wie das Rascheln im Busch,
Die schlimmen Bilder und die Hilflosigkeit in der Dunkelheit,
Verfolgen sie die unausgesprochenden Worte.
Den Balast loszuwerden und aus dem Loch zu klettern, dass fällt ihr schwer und schwerer.
In der einen Sekunde quillt etwas auf, es will raus.
Sie schluckt es runter, denn seine Macht zwingt sie in die Knie.
Und in der nächsten Sekunde, zieht es sich zurück in seine Höhle.
Der Moment ist verpasst.
Nun selten sind Momente, in denen sie es schafft.
Die Worte sprudeln nur so aus ihr aus.
Zum schlucken ist keine Zeit mehr.
Der Balast hat sie längst überrannt.
Denn sie ist nicht allein und sie wird gesichert.
Sie klettert den Anhang hinauf, nur ein Kleines Stück.
In der Hoffnung, die Felsbrocken werden den Sichernden nicht erschüttern.
Natürlich ist der Abhang steil und gefährlich.
Niemand sollte glauben, er wäre leicht zu beherrschen.
Sie wäre viel lieber die Sichernde.
Doch sie ist schlichtweg weg zu schwach.
Sie sollten den Felsbrocken ausweichen
Doch sie schlagen sie schachmatt.
Die Angst davor, jemand könnte fallen, macht sie platt.
Also sichert sie, viel zu instabil.
Sie ist doch so labil.
Aber lieber gibt sie ihren Rest der Kräfte und bleibt so stehen,
Als die Sicherung zu beenden und einfach zu gehen.

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