Fühle mich nicht wohl in dieser Wohnung. Würde lieber auf die Straße.
Meine Mutter hasst mich, will mich nicht.
Haue nicht ab. Fliehe nicht auf die Straße.
Weil ich sie nicht hasse. Ich liebe sie.
Hab Angst in meinem eigenen Zimmer, in meinem eigenen Körper.
Wände, Kanten. Nichts ist mehr vor mir sicher.
Vor nichts bin ich mehr sicher.
Liege nachts nun wieder wach.
Wieder diese Träume.
Wieder diese Kämpfe mit mir selbst.
Kämpfe im Traum.
Füge mir schlafend Blessuren zu, wegen denen ich Tagsüber nicht auftreten kann.
Verwüste das Bett. Nichts bleibt wo es ist. Nichts ist vor meinem Kampf sicher.
Kurz danach werde ich wach. Froh darüber, dass der Albtraum ein Ende hat.
Nur ein Traum, denke ich dann.
Und dann sehe ich mich um. Sehe all das auf dem Boden, was vorher noch in meinem Bett gelegen hat.
Bewege mich und spüre Schmerzen in meinem Oberschenkel und generell in meinem ganzen Körper.
Sehe an mir herunter und entdecke die Kampfspuren auf meiner Haut. Entdecke ein einziges Schlachtfeld.
Und ich weiß dann, das war kein Traum, das war der bittere Ernst.
Ich ziehe in den Kampf. Vollkommen unbewaffnet.
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