Dienstag, 23. Juli 2013

Das alles hier ist hoffnungslos

"Darf ich dir eine Frage stellen, die du ganz ehrlich beantwortest?"
Nein.
 Ja.
"Bist du zufrieden mit dir? Mit deinem Körper?"
Panik. Panik. Schutzmauer wo bist du?
-Ja
"Wirklich?"
-Nein. Aber das ist doch normal heutzutage
Bitte hör auf, sei still, lass mich.
"Bis zu einem gewissen Punkt ja"
-Es ist ok
Ich lächle. Stille.

Es ist Nacht.
Wir haben alle einen schönen Abend verbracht. S. und ihr Freund. Ich und er.
Er liegt in meinem Bett. Ich liege neben ihm.
Ich fühle mich nicht wohl dabei. Und doch ist es ok.
Wir fangen an uns zu küssen. Das alles entwickelt sich immer weiter.
Ich übernehme die Kontrolle. Ich sitze auf ihm. Ich bestimme. Fass mich bloß nicht an.
Plötzlich übernimmt er. Erinnerungen schießen in meinen Kopf. Er soll sofort aufhören.
Er liegt nun auf mir. Ich hab keinerlei Bewegungsfreiheit mehr. Bekomme Panik.
"Was ist los?" Er hat es also gemerkt.
Ich nutze diesen unachtsamen Moment von ihm und schon sitze ich wieder auf ihm.
Er grinst. Ich grinse auch. Kontrolle.
Beiße ihm leicht auf seine Unterlippe. Offentsichtlich gefällt ihm das.
Er will mehr aber ich ziehe zurück. Ziehe meinen Kopf weg und damit ist er plötzlich aufgeschmissen.
Küsse ihn wieder. Er ist zufrieden. Dann wiederhole ich es wieder. Und wieder.
"Du spielst mit mir"
Ich lächele nur. Zuckersüß. Ja. Ich spiele mit dir.
"Weißt du wie mich das anmacht?"
Ich nicke. Erneute Küsse.
Ich hab die Kontrolle. Breche das Spiel schließlich ab.

Langsam fängt es an ernst zu werden. Ich muss sagen, es ist ok.
Aber er kennt mich nicht. Er weiß nicht auf was er sich eingelassen hat. Er weiß überhaupt nichts.
Ich fange an mich daran zu gewöhnen. Aber macht euch keine Hoffnungen.
Ich bin hoffnungslos verbittert. Die Panik wird nie nachlassen. Ich kann nicht vertrauen.
Mein Vertrauen ist zusammen mit meinem Herz gestorben.
Vertrauen und Liebe. Das sind zwei große Worte. Zwei Worte, die in meinem Leben nicht mehr exestieren.
Sie sind einfach nicht vorhanden.
Das alles hier ist hoffnungslos.
Ich bin leer. Ich hab keine Lust mehr.
Ich will nicht mehr. Ich will einfach nicht mehr.
Es ist doch schon längst niemand mehr da, der mich festhält. Alles nur süße Lügen.
Sagt doch einfach die Wahrheit.
So könnte vieles leichter werden.
So könnte ich einfach meine Ruhe finde.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen