Montag, 25. März 2013

Mach bitte, dass es aufhört.

Es ist ein Tag wie jeder andere. Ich sitze hier vor meinem Laptop. Mein Kopf ist kurz vorm Platzen. Da ist so viele Informationen, so viele Gedanken, dass ich selbst schon gar nicht mehr mit dem Denken hinterher komme. Ich habe keine Ahnung was ich hier gerade eigentlich posten will, aber ich muss jetzt etwas schreiben um meine zitternden Finger irgendwie unter Kontrolle bringen. Und meine Augen von meinem Handgelenk abzulenken. Vermutlich wird das hier gleich alles ziemlich durcheinander sein. Vielleicht wird es ein sehr verwirrender Post. Wahrscheinlich werde ich alles immer und immer wieder von Neuem schreiben, da ich selbst keinen Überblick mehr habe. Und vielleicht gebe ich es irgendwann auf, weil es keinen Sinn macht etwas zu schreiben was sowieso kein Mensch versteht. Aber was solls ich versuchs.
Wie gesagt ich sitze hier vor meinem Laptop. Meine Beine an den Körper angezogen. Mir ist kalt. Trotz des Ofens direkt hinter mir. Mir ist schlecht. Mein Magen ist angegriffen. Eben noch habe ich vor der Toilette gehockt. Ihr könnt euch sicher vorstellen wieso. Leser von diesem Dreck hier können das. Ich werde fetter und fetter egal was ich mache. Es passiert nicht jeden Tag. Zwar kommt es immer öfter vor aber nicht jeden Tag. Wenn ich viel zu viel gegessen habe an irgendeinem Tag. Wenn das Gefühl auftaucht, dass mein Magen voll, fast zu voll ist, dann passiert das. Ansonsten versuche ich so wenig zu essen wie eben möglich. Ich geh immer öfter raus. Auch wenn ich nur auf irgendeiner Wiese sitze. Erstens um mich abzulenken und um zweitens meiner  Mum später zu erzählen, dass ich schon mit Freunden irgendwo essen war. Ja Mum. Sie ist ein riesiges Hindernis. Ich wusste schon, dass sie irgendwann etwas merkt und anfängt mich zu beobachten und zu kontrollieren. Schon allein, weil es nicht das erste Mal ist. Immer öfter träume ich jetzt schon davon, dass alles auffliegt. Das Mum und meine Freunde alles erfahren. In diesen Nächten wache ich schweißgebadet und oft auch weinend auf. Wenn ich es schaffe Stand zuhalten ist das Hungergefühl wie eine Belohnung für mich. Die Zahl auf der Waage hingegen ein Schlag ins Gesicht. In meinem Heft schreiben ich immer noch alles auf. Wie viel wiege ich um welche Zeit. Wie viel habe ich heute schon gegessen. Auf was muss ich morgen verzichten, weil es heute zu viel war. Geweint habe ich seit dem Vorfall Freitag nicht mehr. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass mein Körper Dämme baut, die bei zu größer Belastung einfach brechen. Ich muss Mauern bauen. Es darf nichts mehr brechen. Ich muss stark sein und das trainieren. Nie wieder darf ich vor Menschen Schwäche zeigen. Größere Schutzschilder muss ich bauen. Äußerlich fang ich an mich immer mehr zu verändern. Hab meine Haare knallrot gefärbt. Ich konnte mich im Spiegel nicht mehr ansehen. Es musste sich etwas ändern. Ich wollte nicht mehr ich sein. Und jetzt sind meine Haare rot. Widerlich fett bin ich immer noch. Im Moment hasse ich mich mehr denn je. Alles was ich mache ich falsch. Auch die Anderen machen alles was ich tue schlecht. Sie haben ja recht. Ich kann sowieso nichts richtig machen. Ich höre die falsche Musik. Wie ich meine Haare färbe ist es falsch. Ich schminke mich zu dunkel. Ich sitze zu oft in meinem Zimmer. Ich verhalte mich in der Schule falsch. Ich lass mir zu viel gefallen, darf mich aber auch nicht wehren. Bin respektlos, aber viel zu zurückhaltend. Ich habe das falsche Umfeld. Gehe zu oft raus. Gehe zu wenig raus. Nerve mit meiner Mir-ist-alles-Scheiß-egal-Haltung. Nerve wenn ich rede. Nerve wenn ich schweige. Ich versuche jedem seine Wünsche zu erfüllen. Ihr alle wollte mich änderen. Ich hasse euch Menschen. Ihr alle wollt, dass ich perfekt bin. Ich habs versucht. Ich versuchs immer noch. Jeder definiert das Wort 'Perfekt' anders. Egal, ich versuche trotzdem gut genug für jeden von euch zu sein. Und ich scheitere jedes Mal kläglich. Warum schafft ihr mich nicht einfach aus dem Weg? Ihr habt doch recht. Ich werde nie gut genug sein. Ich kanns nicht. Ich hab hier nichts mehr zu suchen. Da ist kein verdammte Sinn mehr in meinem Leben. Morgen leb ich einen ganzen Monat ohne meinen besten Freund an dem ich mich immer verzweifelt festgekrallt hab. Jetzt ist er weg. Und ich höre nichts mehr von ihm. Er hat mich längst vergessen. Ich habe ihn immer nur mit meinen Problemen belastet. Er ist jetzt frei. Kann tun und lassen was er will. Er kommt nicht mehr zurück. Das braucht er auch nicht. Ich suche verzweifelt nach einem Grund. Wimmernd krieche ich auf dem Boden. Es gibt ihn nicht. Keinen Grund. Keinen Sinn. Es ist sinnlos morgens aufzuwachen wenn man nicht weiß wozu. Wenn man sich sowieso nur rausquält um Menschen zu täuschen und um auf Menschen zu warten, die sowieso nicht mehr wissen wer du bist und nicht mal wussten, dass du überhaupt exestierst. Ich will nicht mehr exestieren. Mich braucht hier niemand. Es fängt an weh zutun, dass es hier jedem Mensch hier am Arsch vorbei geht was mit mir ist. Das sind unerträgliche Schmerzen. Macht, dass das aufhört. Ich will, dass es vorbei geht. Erlöst mich bitte jemand?

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