Sonntag, 11. November 2012

Wanna be strong for you

Ich bin allein. Genauso wie es eigentlich nicht sein sollte. Heute Morgen musste ich eine Prüfung tanzen. Überraschender Weise hab ich sie sogar bestanden. Trotzdem zieht sich der Tag in die Länge. Bleibe einen Moment in meinem Zimmer sitzen. Alleine. Meine Hände fangen an zu zittert. Tippen fällt nicht leicht. Musik so laut. Sie soll die Stimmen in meinem Kopf übertönen. Vergebens. Es ist ein schreckliches Gefühl. Dieser Druck der mich zwingen will. Er gibt nicht nach, nein. Kälte. Kann nicht still sitzen. Kann mich nicht beruhigen. Es wird schlimmer je mehr ich darüber nachdenke. Ich will nicht mehr allein sein. Es soll einfach aufhören. Ich habe F. gefragt ob er schnell vorbei kommt. Nur kurz. Ich hab ihm gesagt, dass es mir nicht gut geht. Er hat keine Zeit. Trifft sich mit einer Freundin. Ich will das er hier ist. Einfach nur in meiner Nähe. Will einfach für einen kurzen Moment die Augen schließen ohne Angst haben zu müssen, dass ich gleich den Verstand verliere. Vielleicht kann er später hier sein. Ich hoffe es so. Was ich mache wenn nicht, weiß ich noch nicht. Vielleicht gehe ich raus. Raus aus diesem Zimmer. Weit weg von den Klingen die mich so verlogen anlachen. Versuche den Kopf frei zu kriegen. Frei von allem. Ja, frei sein. Will auf nichts mehr angewiesen sein. Nicht mehr auf F. Und vor allem nicht mehr auf L. Will keine Angst mehr vor mir selber haben müssen. Allein klar kommen können. Ein normales Leben führen. Ich bin stark. Ich darf nicht weinen. Was ist denn wenn es irgendwann F. oder S. schlecht geht? Sie sind meine besten Freunde. Ich muss für sie da sein. Ich muss für sie stark sein. Aufgeben kommt nicht in Frage. Darf sie nicht alleine lassen. Hätte für immer ein schlechtes Gewissen. Ich bleibe stark für sie. Ich bin stark. Alles was ich brauche ist nur ein wenig Halt. Mehr verlange ich doch gar nicht. Halt von jemandem der einfach da ist. Mich nicht allein lässt. Selbst wenn ich sage, dass er mich allein lassen soll. Selbst wenn ich darum bitte. Doch da ist nur Leere. Niemandem dem ich mich anvertraue. Keiner der versteht was ich eigentlich sagen will. Und so sitze ich hier weiter alleine in diesem unausstehlich leeren Zimmer. Weine leise vor mich hin. Starre diese Klingen an. Armselig. Man kann nur darüber lachen. Armseliges kleines Miststück, haha. Würde so gerne weglaufen. Ohne Ziel einfach dahin wo mich niemand kennt. Wo ich einfach ganz von vorne anfangen kann. Aber wie soll ich von vorne anfangen wenn die Stimmen in meinen Kopf mich immer wieder zurück holen.
And this is the end. 

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