Sonntag, 11. November 2012

it is too much for a hollow soul

Was fühlst du? Es ist nicht das erste Mal, dass ich mir diese Frage stelle. Auch andere haben sie mir oft genug gestellt. Hatte nie eine Antwort drauf. Wenn ich nach einer Antwort suche ist das Ergebnis ein einziger Widerspruch in sich selbst. Er ist schwer in Worte zu fassen was man eigentlich fühlt. Ich fühle Leere. Und doch ist da viel zu viel. Zu viel für eine Seele allein. Ich fühle mich allein gelassen. Doch bin ich nicht eigentlich selbst Schuld daran, dass ich allein bin? Ich lasse niemanden an mich ran. Verschließe mich. Obwohl ich allein nicht zurecht komme will ich keine Hilfe annehmen. Habe Angst davor den Menschen zu vertrauen. Weiß doch wie verlogen diese Menschheit ist. Doch ich habe Angst mit mir allein zu sein. Weiß was mit mir inzwischen was passiert wenn ich allein bin. Wenn ich den Verstand verliere. Suche die Nähe von anderen. Obwohl ich sie eigentlich so hasse. Ertrage die Nähe der Leute nicht. Ertrage mich selbst nicht. All diese Widersprüche spuken in meinem Kopf herum. Habe keinen Durchblick mehr. Suche verzweifelt nach dem Sinn. Irgendwo muss es ihn doch geben. Es ist alles zu viel. Und plötzlich ist da wieder diese Leere. Es gibt kein schlimmeres Gefühle. Es existiert nur diese Leere. Weil sie es ist die diese Unbeholfenheit ausfüllt. 
S. wird wieder keine Zeit für mich haben in den nächsten Tagen. Ihr Freund ist da. Noch ist nicht klar wie lange. Es ist okay. Ich will ihrem Glück nicht im Wege stehen. Bin ihr nicht böse, dass sie nicht da ist. Sie weiß schließlich nichts. Die Angst vor der nächsten Woche ist trotzdem da. Ich will nicht allein sein. Nicht ohne Ablenkung. Vielleicht frage ich F. ob er in den nächsten Tagen nach der Arbeit vorbei kommt. Hab ihn lang nicht mehr gesehen. Er geht nicht selten mit mir spazieren wenn es mir schlecht geht. Ich liebe ihn dafür. Vorallem weil er nicht nachfragt. Er läuft einfach still neben mir her. Weiß, dass ich mich schon irgendwann bei ihm auskotzen werden wenn mir danach ist. Und dann hört er zu und zeigt, dass er da ist. Deshalb ist er mein bester Freund. Den Rest der Zeit werde ich mich irgendwie beschäftigen. Hauptsache ich habe kein Zeit für mich. Hauptsache ich sehe nicht in den Spiegel.

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