Heute hab ich es gemerkt. Es ist nicht mehr 'normal'. Nicht die selbe Krankheit wie früher. Früher hab ich nicht gegessen, weil ich keinen Appetit hatte. Ich war noch jünger. Wollte die Hilfe von anderen. Hab sie angenommen. Wurde wieder gesund. Zumindest dachten sie, dass ich wieder gesund bin. Heute in der Schule haben mir ein paar aus meiner Klasse mehr oder weniger gezwungen ein Brötchen zu essen. Naja, ich muss sagen es tat mir ganz gut. Der Kreislauf hat sie wieder ein wenig beruhigt. Aber mein Magen hat sofort angefangen zu rebellieren. Ich musste mich nicht übergeben aber die Krämpfe waren fast unerträglich. Hab es ausgehalten. Bin im Unterricht sitzen geblieben. Wollte Musik nicht verpassen. Was aber am Ende doch ausgefallen ist. Vielen Dank. Bin nach der Schule in der Stadt geblieben. Wollte dem Essen zuhause ausweichen. Oh wie verzweifelt muss man sein, haha? Ich hab mich von jedem Mensch der in der Stadt lief schrecklich beobachtet gefühlt. Geweint. Bin dann schnell nach Hause gefahren. Mum war natürlich noch da. Fuck. Erstaunlicher Weise hat sie aber mein knappes "Ich hab in der Stadt gegessen" akzeptiert. Bin wie immer sofort in meinem Zimmer verschwunden. L. hat sich immer noch nicht gemeldet. Wieso auch? Habe kurz meinen Verstand verloren. Alles hat sich gedreht. Alles war für einen kurzen Augenblick egal. Bin los gerannt. Hab mich mit Lebkuchen und Chips im Bad eingesperrt. Alles in mich reingestopft. Dann kam der Verstand zurück. Hab mich im Spiegel angesehen. Mich geekelt. Verdammt ich habe mich so vor mir selbst geekelt. Und dann hat mein Verstand nochmal ausgesetzt und trotzdem war mit bewusst was ich tue. Habe mich absichtlich übergeben. Habe es selber herbeigeführt. Wollte nie so tief sinken. Bin zittert aufgestanden. Sah alles verschwommen. Konnte nicht einmal mehr weinen. Ich bin einfach still und benommen in mein Zimmer gelaufen. Hab mich langsam in mein Bett sinken lassen.
S. hat mich angerufen. Hab mich mit ihr getroffen. Endlich. Hab sie vermisst. Zu Anfang hat mein Körper sich für mein Verhalten am Mittag bedankt. Hab am ganzen Körper gezittert. Hatte Magenschmerzen. Mir war schlecht. Hab es mir nicht anmerken lassen. Wir sind raus gegangen. Haben geredet über die Dinge die in letzter Zeit passiert sind. Ich hab kein Wort über meine Krankheit verloren. Eigentlich will ich, dass sie es weiß, aber das nötige Vertrauen zu ihr ist im Moment nicht da. Sie hat mich zu oft verletzt. Ich höre ihr zu. Sie hört mir zu. Ich erzähle ihr von der Sache mit L. Sie erzählt von ihrem Freund. Sie weiß, dass ich ihn hasse. Er hat sie oft genug scheiße behandelt. Hat sie betrogen. Mistkerl. Morgen kommt er zu ihr. Er wohnt weit weg. Bringt seinen besten Freund mit. Sie wollen mich dem zusammen bringen. Haha okay ihr seid süß. Hab so gar keinen Bock darauf irgendwas mit ihnen zu unternehmen. S. geht aber fest davon aus. Sie glaubt wirklich es sei alles okay zwischen uns beiden. Merkt nicht, dass es das schon verdammt lang nicht mehr ist. Schon wieder diese Kälte. Frage mich wie ich sie loswerde. Mein Kopf ist voll von Gedanken. Kann keinen richtig zuordnen. Gebe das auf. Stelle meinen Kopf aus. Leg mich ins Bett. Schließe die Augen und merke wie sie alles zu drehen beginnt.
Schlaft schön.
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