Mittwoch, 23. Oktober 2013

Die Leere in mir

Ich versuche sie zu verstehen.
Ich versuche in meinen Kopf zu bekommen wieso sie da ist.
Ich versuche sie zu beschreiben.
Es fühlt sich an als wäre da ein Loch.
Ein Loch, dass sich durch meine Brust frisst und sich in meinem ganzen Körper ausbreitet.
Die unerträgliche Leere.
Sie droht mich zum Platzen zu bringen.
Ich kann nicht länger damit umgehen.
Sie packt mich immer dann, wenn ich am Tiefpunkt bin.
Es dauert nicht mehr lange, dann fängt es wieder an.

---23.24 Uhr---
Sitze bei ihm Zuhause und möchte am Liebsten ins Badezimmer verschwinden um etwas zu fühlen.
Er ist falsch. Kein Kommentar.
Es gibt soviel was ich loswerden müsste. Soviel was ich in mich gefressen habe um andere Menschen zu schützen.
Soviel was mich nur von Innen auffrisst.
Ich spiele wieder Nachrichtenüberbringer von Mama und Papa.
Genau wie vor 11 Jahren.
Aber ich bin nicht gut genug. Ich kann das nicht.
Ich will fair sein. Niemanden verletzen. Das Beste für Beide.
Ich fresse die Nachrichten rein in mich.
Doch irgendwann platze ich.

---3.35 Uhr---
Ich sitze in der Toilette im Club.
Zu viel. Alles zu viel.
Autsch. 
Hänge über der Kloschüssel.
"Königin, mach was du willst mit mir. Ich weiß es gefällt dir nicht. Folter mich. Tu mir weh bevor ich es selbst tue"
Angst. Panik.
Ich bin neurotisch.
Was passiert hier? Ich hab getrunken.
"Ich fühle nichts. Ich will das nicht.
Ich will mich spüren. Tu mir weh. Folter mich.
Tu mir weh. Ich will es spüren.
Nimm mir diese Leere"
Ich kralle mich in meinem Speck fest.
Feuer. Ich will brennen.
Und ehe ich mich versehe halte ich ein Feuerzeug in meiner Hand.
Ich wusste es.

---4.07 Uhr---
Ich sitze draußen. Er kommt gleich. Wir wollen nach Hause fahren. Er merkt nichts.
Ich habe Angst. Will in mein Bett, nicht in seins.
Doch ich habe wieder verlernt 'Nein' zu sagen. Wie bei Mama und Papa.
Ich kralle mich in meinen Pulli.
Er kommt wieder. Ich kralle mich an ihn.
Sein Duft. Seine Mimik. Er fasziniert mich.
Er begehrt mich. Er will mich und das ist das Einzige was im Moment zählt.
Das Spiel beginnt. Erneut.



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