Samstag, 4. Mai 2013

Attack of my body

Ich stehe auf einer ziemlich ruhigen Straße und rauche langsam zuende als ich plötzlich merke, dass mein Körper zum Angriff ausholt. Mir ist auf einmal so schwindelig. Meine Hände fangen an zu zittern. Ich setzt mich auf den Boden. Ganz langsam. Kurz wird mit schwarz vor Augen. Ich drücke die Zigarette aus. Alles geschied in Zeitlupe. Was passiert hier? Vor meinen Augen verschwimmt alles. Ein verhasstes Gefühl breitet sich in meinem Körper aus. Will warten bis er sich wieder beruhigt hat. Ziehe die Beine an meinen Körper, weil mein Magen plötzlich zu schreien beginnt. Er zieht sich zusammen. Mir wird schlecht. Immer noch dreht sich alles. Bei der kleinsten Bewegung sackt mein Kreislauf in sich zusammen. Ich ziehe den Atem ein. Beiße die Zähne zusammen als der nächste Krampf kommt. Mir wird immer schlechter. Ich schließe die Augen. Alles beginnt sich nur noch extremer zu drehen. Öffne sie wieder. Auf der Straße liegen unnormal viele Glasscherben. Warum? Ich sehe sie an. Ich würde daran kommen. Ich müsste nur die Hand ausstrecken. Verscheuche den Gedanken schnell wieder. Sehe weg. Mir ist so schlecht. Habe plötzlich das Bedürfnis mich auf die Straße zu legen. Will dort liegen bleiben bis alles wieder in Ordnung ist. Ganz lange. Tu es nicht. Habe Angst vor den Lkw Fahrern, die hier ab und zu vorbeifahren. Habe Angst, dass sie anhalten und mich ansprechen. Wann liegt da im Industriegebiet schon mal ein Mädchen auf dem Boden und rührt sich nicht? Ihren Blicken nach nie. Ich weiß nicht wie ich nach Hause kommen soll. Ich muss aufstehen aber habe zu große Angst, dass ich hinfalle wenn meine Beine nachgeben. Ich bleibe noch eine halbe Ewigkeit dort sitzen bevor ich langsam wieder anfange mich und meinen Körper aufs aufstehen vorzubereiten. Atme tief ein und wieder aus. Es bringt nichts. Egal. Ich stehe trotzdem auf. In Zeitlupe. Bleibe einen Moment stehen um zu testen ob meine Beine mitmachen. Sie zittern und schwanken. Aber sie tragen mich. Setze mich langsam in Bewegung. Wacklig und unsicher. Mir ist so schlecht. Mein Magen greift immer wieder mit neuen fiesen Attacken an. Ich will mich wieder hinsetzen. Ich will in mein Zimmer. Allein sein. Gehe weiter. Die Musik dröhnt in meinen Ohren versuche mich auf sie zu konzentrieren. Mein Zustand verändert sich. Wieder wird mir schwarz vor Augen. Ich suche schnell einen Platz an dem unbebeobachtet bin. Meine Beine wollen mich nicht mehr tragen. Zwinge sie die letzten Meter. Brechen in einem Häuschen vor einem Baugeschäft zusammen. Die Magenkrämpfe lassen kurz nach. Dafür dreht mein Kreislauf durch. Mir ist plötzlich so heiß. Meine Hände sind kalt. Lege sie an meine Stirn. An meine Wangen. Mein Körper beruhigt sich etwas. Nicht viel aber ein bisschen. Ich atme noch einmal tief durch und ziehe mich an einer Türklinge hoch. Mir wird wieder schlecht. Kann es aushalten. Laufe jetzt. Ohne auf meinen Körper zu achten. Schnell. Meine Lunge schreit. Muss nach Hause bevor ich erneut zusammenbreche. Laufe einfach. Ignoriere alles andere. Zuhause angekommen gehe ich ins Bad. Versuche mich zu beruhigen. Wieder normal zu atmen und meinen Magen wieder in Ordnung zu bringen. Dann laufe ich in mein Zimmer. Versuche normal zu gehen. Kaum bin ich angekommen mache ich noch schnell die Tür zu und krümme mich dann vor Schmerzen. Lasse mich ins Bett sinken. Beiße die Zähne zusammen und versuche stark zusein. Irgendwann lässt der Schmerz endlich nach. Meine Hände zittern noch eine geschlagene Stunde weiter. Was für ein wundervoller Tag.


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