Schneller Herzschlag. Zitterne Hände. Alles beginnt sich zudrehen. Der Damm bricht. Ihre Augen brennen. Zusammen gebissene Zähne. Ihr Augen füllen sich mit Tränen. Sie versucht tief durch zuatmen. Sie kämpft. Die Tränen laufen über. Sie ist nicht allein. Springt auf. Rennt los. Nicht hier. Nicht jetzt. Aufs Schulklo. Sackt dort in sich zusammen. Alles bricht aus ihr heraus. Alles hat sie falsch gemacht. Alles was sie hätte falsch machen können. Was denken die Mensch dadrüben jetzt von ihr? Wieso fängt sie an zu weinen wegen so einer Kleinigkeit? Sie kriegt kaum Luft. Versucht vergeblich sich zu beruhigen. Der Damm brauchte nicht mehr lang um zu brechen. Nur ein kleiner Stein musste geworfen werden. Sie war den ganzen Tag schon empfindlich. Es hätte nicht mehr lange gedauert. Sie kriegt sich wieder ein. Verlässt die Kabine. Wischt die Tränen weg. Flüstert ihrem verhassten Spiegelbild ein kurzes, scharfes "Sei jetzt stark" zu und wagt sich wieder in die Klasse. Schon dort angekommen fließen erneut ein paar Tränen, die sie immer wieder wegwischt. Alles schmerzt. Sie zittert. Hat Angst. Versucht sich normal zu verhalten. Die Lehrerin wird auf sie aufmerksam. Auf das kleine Häufchen Elend, welches dort hockt. Spricht sie an. Erneut rennt sie aufs Schulklo. Durch die Massen der Schüler, die sofort verstummen als sie das Mädchen weinen sehen. Machen alles nur schlimmer. Sie wimmert. Laut. Laut genug, dass jeder sie hört. Bricht auf dem Schulklo erneut zusammen. Der Damm ist gebrochen.
Ich will nicht mehr. Nicht mehr leben. Ich bin nicht geeignet. Ich weiß nicht wer diese idiotische Idee hatte, mich leben zu lassen.Welcher Mensch hat geglaubt, ich könnte irgendetwas taugen. Wer ist so beschränkt? Ich habe nicht verdient hier zuleben. Ich will nicht. Ich will sterben. Endlich. Morgen will ich meine Augen nicht öffnen. Ich will nicht mehr existieren. Nicht mehr in die Nähe eines Menschen. Sie widern mich alle so an. Ich will keine Nähe mehr spüren. Von niemanden. Fasst mich verdammt nochmal nicht an! Ich will mich nicht mehr spüren. Ich will mich betäuben. Ich will nicht mehr sprechen. Ich will euch nicht mehr zu hören. Ich will eure Lügen nicht mehr hören. Haltet die Klappe! Ich will sterben. Ich will einfach sterben. Kommt und holt mich. Holt mich bitte hier raus. Tut mir den gefallen und bringt mich um.
Wenn man selber Sterben möchte, sieht der Tod plötzlich ganz aus. Es ist als würde er lächeln.

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