Mittwoch, 19. Dezember 2012

Do you have a best friend? Yes. Sure? No.

Ich habe diesen Tag viel mit nachdenken verbracht. Ob das gut ist weiß ich selbst nicht so genau. Immer wenn ich nachdenke läuft das meist auf nichts Gutes hinaus. Von einigen meiner Gedanken sollte wirklich niemand hören. Ansonsten drehen sich meine Gedanken heute besonders um Freunde. Freunde. Was sind Freunde eigentlich. Ich habe eine beste Freundin. Für einige mag die beste Freundin jemand sein mit dem man etwas mehr Zeit verbringt als mit anderen Freunden. Mit der man vielleicht ein paar mehr Interessen teilt. Für mich ist eine beste Freundin, die mit der man alles teilt. Interessen. Macken. Gedanken. Wünsche. Was auch immer. Alles einfach. Eine beste Freundin ist nicht irgendwer. Sie ist nicht einfach nur die, bei der du dich ausheulen kannst wenn du traurig bist. Sie ist die, die wenn du sie völlig aufgelöst anrufst, sofort weiß was Sache ist und sagt: "Ich bin in 5 Minuten da. Nimm schon mal den Kampfhund an die Leine. Dem Kerl schneiden wir die Eier ab." Sie ist die, die dich zum Lachen bringen sollte wenn du am Boden bist. Die, die sich zu dir schmeißt und mit dir heult. Die, die mit Dvd, Wolldecke, Wärmflasche, Taschentüchern und Schokoladeneis vor deiner Tür steht wenn du krank bist. Das ist eine beste Freundin. Sofort stelle ich mir bei den Gedanken, die Frage ob ich wirklich eine beste Freundin hab. Nein. Nein ist die Antwort. Ich hab keine beste Freundin und das war mir schon lange klar. Aber sie ist mein Leben. Verlieren will ich sie auf keinen Fall. Mir ist schon klar, dass ich Hilfe von ihr nicht erwarten kann, aber trotz allem brauche ich sie. Ich hab Hunger. Das Hungergefühl hat eine beruhigende Wirkung auf mich. Die Stimmen sind zufrieden. Werden ein kleines bisschen leiser. Hunger. Tee. Hunger. Wasser. Noch mehr Hunger. Noch mehr Wasser und Tee. Das ist mein Tagesablauf. Die Schmerzen sind das Feedback meines Körpers. Schmeren und Kreislaufprobleme. Die Antwort. Seit ein paar Tagen hab ich totale Schlafstörungen. Mache ich die Augen zu, spielen die Schmerzen, Gedanken und Stimmen ihr Spiel mit mir. Egal wie müde ich bin, ich hab keine Chance einzuschlafen. Und wenn dann sind es nur 2 Stunden. Es sind nur 2 Stunden in denen ich Ruhe finde. Und selbst in den 2 Stunden muss ich kämpfen. Im Traum. Darauf folgen grundsätzlich Panikattacken. Die Angst vor allem ist wieder da. Mein Herz überschlägt sich fast. Ich zittere am ganzen Körper. Ich hab keine Kontrolle mehr über ihn. Genau das löst weitere Panik aus. Ich habe Angst wenn ich die Kontrolle über meinen Körper verliere. Ich muss mich ablenken. Ganz schnell. Lackiere meine Nägel. Abgekaute Mistdinger. Nervosität pur sieht man ihnen an. Lackiere sie schwarz. Wie immer. Tiefschwarz wie die Nacht. Gute Idee gewesen mit zitteren Händen Nägel zu lackieren haha. Naja es ist besser als vorher. Und morgen sind sie wieder genauso abgekaut. Sofort wenn ich nervös werde. Grade war F. hier. Oh ich liebe ihn. Er sorgt jedes Mal für die beste Ablenkung. Und wenn es nur eine Stunde ist die er bei mir ist. Eine Stunde keine Panik. Keine Nervosität. Nur leichte Schmerzen. Nur leise Stimmen. Alles ist vergessen. Eine Stunde lang. Immerhin ist er manchmal da. Nicht immer wenn ich ihn brauchen würde aber hauptsache irgendjemand ist da. Hauptsache ich bin nicht durchgehend allein. Ansonsten helfe ich mir selbst. Und wenn ich falle dann falle ich eben.

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