Freitag, 21. Dezember 2012

A little bit more ignorance, please

You don't have control. You don't have a chance. You're sick. Nobody needs the sick, fucking girl. Nobody will help you. You're fat. You never will be perfect. You're broken. Nobody can hear you. Nobody can understand. You're alone. Nobody needs you.
Bin kurz davor den Verstand zu verlieren. Wieder. Sie schreien. Laut. Sie haben nicht vor mich heute zu verschonen. Der Tag hat so gut angefangen. Hab nicht viel nachgedacht. Viel gegessen. Kein Hungergefühl. Schlechtes Gewissen. Viel zu sehr geöffnet. Angst. Mir war schlecht wie nie und dann hab ich mich im Bad eingeschlossen. Den Magen gequält um alles rückgängig zu machen. Mir wurde schwindelig. Konnte nicht aufstehen. Panik. Einen kurzen Moment saß ich da nur so. Zittert. Im Badezimmer eingeschlossen. Vor der Toilette hockend. Ich bin zerbrochen. Geht es kränker? Ich sehe mich im Spiegel an. Was muss noch passieren bevor ich perfekt sein kann? Ich wende den Blick ab. Schnell. Angst schleicht sich ein. Geht es kaputter? Kann mir selbst nicht mehr in die Augen schauen. Sacke in mir zusammen. Nehme Geräusche plötzlich viel deutlicher wahr. Der Wasserhahn. Tropf. Dieses regelmäßige Geräusch. Tropf. Zucke jedes Mal zusammen. Tropf. Kann das nicht hören. Werde nervös. Tropf. Regelmäßige Abstände. Tropf. Konzentriere mich nur auf den Wasserhahn obwohl ich davon loskommen will. Tropf. Wie ein Zwang. Ein Zwang genau zu zuhören. Kauer mich auf dem Boden zusammen. Tropf. Wut steigt in mir hoch. Ich will nichts hören. Halt mir die Ohren zu. Zittere am ganzen Körper. Nervosität. Panik. Geht es verstörter? Höre den Wasserhahn nicht mehr. Dafür die Stimmen. Dröhnen in meinem Kopf. Will sie ignorieren können. Kann nicht. Versagt. Geht es besessener? Ich bin allein. Ganz allein. Niemand könnte was tun wenn ich mich mich jetzt fallen lassen würde. Ein zerbrochener Mensch auf dieser Welt weniger. Ein weiterer kleiner, unscheinbarer Stern am Himmel mehr. Niemand würde was merken. Spiele eine Weile mit dem Gedanken. Stehe dann auf. Auf wackligen Beinen stehe ich. "Nein. Ich muss jetzt stark sein." sagte sie, wischte sich entschlossen die Tränen aus dem Gesicht und verließ das Badezimmer. Das Mädchen im Spiegel würdigte sie keines Blickes. Und in ihrem Zimmer wartete der nächste Zusammenbruch auf sie und zogen ihr den Boden unter den Füßen weg. "You're weak" schrien die Stimmen im Chor.

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