Mittwoch, 21. November 2012
I will be strong. For others.
Die Schule war in Ordnung. Es ist nicht viel passiert. Das Übliche eben. Bin ins Krankenhaus gegangen. Habe S. besucht. Sie liegt dort seit heute. Hab mir Sorgen gemacht. Auch wenn sie es nicht getan hätte. Ich bin sie besuchen gegangen. Kann sie nicht einfach allein lassen. Auch wenn sie mich als ich in der Klinik war ein einziges Mal nur in einem halben Jahr besucht hat. Werde morgen jede Pause zu ihr kommen. Das Krankenhaus ist nicht sehr weit von meiner Schule. Für sie ist das selbstverständlich. Klar sie muss im Krankenhaus keine Angst haben, dass sie allein ist. Es ist immer jemand da der zu Besuch kommt. Maximal 5 Minuten ist sie allein in ihrem Zimmer. Ihr Freund war gleichzeitig mit mir da. Habe mich benommen. Nicht mit ihm geredet. Habe ihn einfach ignoriert. Schließlich ging es S. nicht gut. Als er gegangen ist bin ich noch geblieben. Hab ihr ein paar Sachen aus dem Kiosk des Krankenhauses geholt. Etwas mit ihr geredet. War 2 Stunden bei ihr direkt nach der Schule. Als ich gegangen bin kam mir ihr Freund schon entgegen. Hab ihn wieder nicht beachtet. Bin langsam nach Hause gefahren. Hab mich zuhause an meine Kunst Hausaufgabe gesetzt die ich morgen abgeben muss. Den ganzen Tag saß ich daran. Habe zwischendurch nichts gegessen. Wollte grade Abendessen. Hab gemerkt, dass das Hungergefühl gar nicht da ist. Hab mich gewogen. Bin unzufrieden. Habe mich entschlossen nichts zu essen. Trotzdem ist mir schlecht. Habe mich den ganzen Tag möglichst vom Badezimmer ferngehalten. Bin nur fürs Nötigste rein gegangen und jedes Mal schnell wieder raus gegangen. Hatte Angst davor mich lange darin auf zuhalten. Mir war schlecht. Hatte Angst, dass ich mich übergebe. Wollte es auf einer Seite und auf der anderen Seite nicht. Es erleichtert mich, dass das Hungergefühl ausbleibt. Es stärkt mich etwas. Weiß selber, dass das lächerlich ist. Weiß auch, dass Mum mich gleich trotzdem zwingen wird was zu essen. Sie steht neben mir. Steht einfach da und beobachtet mich. Kann das nicht ertragen. Kämpfe mit mir. Will sie wegschicken. Würde das nie tun. Essen obwohl ich satt bin kommt nicht in Frage. Doch sie wird das nicht akzeptieren. Sie versteht mich nicht. Niemand versteht mich. Auch ich nicht. Ich hasse mich nur. Das weiß ich. Ich hasse was ich bin. Hasse auch was die anderen sind. Weil sie perfekt sind. Weil sie ein perfektes Leben haben. Sie haben das war ich mir so wünsche. Ich zittere. Zittere am ganzen Körper. Komme mit der Kälte nicht zurecht. Es ist immer kalt. Mache mir Sorgen um D. es geht ihr schlecht. Sehe sie erst Freitag. Werde für sie da sein. Werde ihr so gut es geht helfen. Ich freue mich wirklich sehr auf sie. Hab sie lang nicht gesehen. Will bis dahin stark sein. Das heißt Ablenkung. Panikattacken vermeiden. So gut es eben geht.
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