Dienstag, 6. November 2012

Hass. Purer Hass.


Es tut weh. Es tut einfach weh. Jeder Blick in den Spiegel. Wenn ich raus gehe fühle ich mich schon lange nicht mehr wohl. Sobald ich die Blicke der Menschen auf mir spüre, werden meine Schritte schneller. Immer schneller. Es ist als würde ich ihre Gedanken lesen können. Nein. Es ist als würden sie sich in meine Haut brennen. Wer ist das Mädchen? Was ist mit ihr schief gelaufen? Wieso ist sie so anders? Es tut weh. Die Blicke. Die Gedanken. Sie tuen so weh. Ich laufe so schnell ich kann irgendwohin wo mich niemand sieht. Wieso bin ich nicht perfekt? Was hab ich getan, dass ich nicht perfekt sein darf? Ich würde alles tun. Doch niemand sagt mir was ich tun muss. Stattdessen verbiege ich mich. Ich versuche alles um nur ein kleines bisschen perfekt zu sein. Ich strenge mich an wo ich nur kann. Und was bezweckt das alles? Das völlig am Ende bin. Ich zerbreche nicht am Selbsthass, ich zerbreche an dem Kampf mit mir selbst. Den vielen Versuchen meinem Körper zu befehlen endlich perfekt zu sein. Ich kann nicht mehr. Es funktioniert einfach nicht. Tränen laufen über mein Gesicht. Ich weine schon wieder. Wieso? Wieso bin ich nicht stark? Wieso weine ich? Als ob das irgendetwas ändern würde. Ich könnte endlich besser werden. Perfekt, aber nein. Ich heule und verschwende wertvolle Zeit. Wütend wische ich mir diese sinnlosen Tränen aus dem Gesicht. Ich stelle mich vor den Spiegel. Sehe an mir herunter. Von Kopf bis Fuß ist alles falsch. Zu wenig hier. Zu viel da. Hass. Purer Hass! Ich will aussehen wie sie. Ich will nicht ich sein. Nein! Schon wieder fange ich an zu heulen. “Nein! Hör auf damit, du hässliches abgestürztes Miststück! Hör einfach auf!” Ich schreie mein Spiegelbild an. Verzweifelt trete ich vor den Spiegel. Er zerspringt in 1000 Teile. Ich breche auf ihnen zusammen..

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