Samstag, 27. April 2013

You belong to me

Ergänzung vom letzten Post, den ich gestern verfasst, aber erst heute veröffentlicht habe.
Zittrig laufe ich durch den Supermarkt. Mein Fastentag heute lief besser als erwartet. Nur ein Bisschen Honig, nach dem ich mittlerweile schon fast süchtig bin habe ich mir nach der Schule gegönnt und einen Cappuccino (91 kcal). Ansonsten nichts. Meine Ausreden sind alle gut durchgegangen. Ich bin stolz auf mich. Sie nickt anerkennend, als würde sie sagen wollen, dass sie ebenfalls stolz auf mich ist. Ich laufe zu den Tütensuppen. Ich brauche einen Ersatz für die Kalorienbomben, die meine Mum Mittags immer auf den Tisch stellt. Ich stehe lange in dem Gang für Tütensuppen. Sehe sie mir alle genau an. Rechne alles aus. Zwischendurch kommen Leute, schnappen sich ein paar Tüten und verschwinden wieder. Ich hingegegen stehe dort und konzentriere mich auf die Auswahl an Suppen. Schließlich greife ich unsicher und mit einer zitternen Händen nach einer. Natürlich fällt sie mir runter. Ich bücke mich gerade als mir schwarz vor den Augen wird und sich plötzlich alles dreht. Schnell nehme ich die Tüten und halte mich am Regal fest. Und dann Lächeln wir. Sie und ich. Es ist wie ein Lob, dass mein Körper mir dafür schenkt, dass ich heute durchgehalten habe. Sie ist zufrieden mit mir. Mit der Tüte in der Hand begebe ich mich langsam in Richtung Kasse. Als ich mich in die Schlange stelle bemerke ich einen Mann hinter mir. Er ist mir viel zu nah. Ich gehe einen Schritt vor. Er folgt mir. Ich sehe kurz nach hinten. Hinter dem Mann steht niemand. Trotzdem ist er so dicht bei mir. Sein Arm an meinem Rücken. Also gut, noch ein Versuch. Diesmal gehe ich zwei Schritte vor. Wieder folgt der Mann mir. Kommt sogar noch näher. Ich bekomme Panik. Mein Mund ist staubtrocken. Mein Herz schlägt schnell und laut. Ob er das hören kann? Als ich an der Reihe bin, bezahle ich hektisch und stürme wie von einer Terantel gestochen aus dem Laden. Bekomme ich jetzt Paranoia? Werde ich endgültig verrückt? Nutze die Zeit in der, der Mann bezahlt. Mache mich schnell auf den Weg nach Hause. Genieße dabei, dass meine Beine immer schwächer werden. Bald sind sie dünn und wunderschön. Die Stimme sagt genau das was ich in diesem Momemt denke. Wir sind ein Team. Ich gehöre ihr. Wir sind Eins.

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