Es ist kalt. Dunkel. Alles ist still. Nicht ist zu hören. Gar nichts. Kalt, dunkel und still. Ich bin allein. Niemand ist in der Nähe. Erst als sich meine Augen langsam an die Dunkelheit gewöhnt haben sehe ich wo ich mich befinde. Ein Raum. Ein kahler Raum. Die Wände sind grau. Fenster gibt es nicht. Türen auch nicht. Mir stockt der Atem. Ich drehe mich ein paar Mal hysterisch um mich selbst. Keine einzige Möglichkeit diesen Raum wieder zu verlassen. Plötzlich fühle mich eingeengt in diesem großen Raum. Es ist fast als würden die Wände auf mich zu kommen. Als würde der Raum sich zusammen ziehen. Einen Moment stehe ich wie versteinert mitten im Raum. Erst dann renne ich los. Renne die Wände entlang. Suche nach einer Tür. Suche einen Ausweg aus dieser einsamen Kälte hier drin. Hämmere gegen die Wände und schreie um Hilfe. Doch meine Schreie verstummen. Kein Laut verlässt meinen Mund. Alles bleibt still. Breche weinend an einer der Wand zusammen. Niemand ist hier. Niemand weiß das ich hier bin. Ich weiß nicht mal wie ich hier rein gekommen bin. Niemand ist da und bricht die unerträgliche Stille. Hier ist Nichts. Es macht mich verrückt. Meine Atmung geht schnell. Ich zittere am ganzen Körper. Es ist kalt und ich habe Angst. Angst vor der Stille und Angst vorm Allein sein. Wieso verdammt ist niemand hier? Wieder versuche ich zu schreien. Doch ich höre nichts. Ich springe auf und trete immer wieder gegen die Wand, die kein einziges Geräusch von sich gibt. Immer wieder versuche ich die Stille zu durchbrechen als ich plötzlich Schritte höre. Niemand ist im Raum zu sehen aber ich kann jemanden hören. Ich bin nicht mehr allein. Plötzlich plagen mich unerträgliche Kopfschmerzen. Leise höre ich jemanden flüstern. Erst leise und dann immer lauter. Ich trete ängstlich ein Schritt zurück. Presse mich an die Wand. Die Stimme werden immer lauter. Ich verstehe nicht was sie sagen, aber es sind vertraute Stimmen. Verhasste Stimmen. Niemand ist im Raum und doch scheinen die Stimmen von ganz nah zu kommen. Als würden sie direkt vor mir stehen. Ich suche vergebens nach jemanden dem ich die Stimmen zuordnen kann. Ich kriege Angst. Sie schreien mich an. Versuche panisch weg zu rennen. Sie folgen mir. Sie werden an keiner Stelle in diesem großen Raum leiser. Nur noch lauter. Sie sind hinter mir her. Sie schreien. Ich weine und kreische. Panik. Versuche davon zu rennen. Immer wieder.
Ich reiße die Augen auf. Meine Atmung geht schnell. Mein Körper bebt. Ich bin schweißnass. Versuche durch zu atmen. Alles nur ein Traum. Ich weine stark. Schluchze erschöpft. Das ist nicht die erste Nacht in der ich weinend aufwache. Ich sehe auf mein Handy. 3.02 Uhr. Fuck. Wenn ich weiter schlafe bin ich wieder im Raum eingesperrt. Nehme ein paar Tabletten. Versuche die Nacht rum zu kriegen. Musik dröhnt in den Ohren. Übertönt die Stimmen. Versuche weiterhin stark zu bleiben.
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